KTM 890 Duke R

KTM
Hersteller
Naked Bike
Art
121
PS
A
Führerschein
11.995 €
Neupreis

KTM 890 Duke R

Wir befinden uns im Jahre 2020. Die ganze Welt möchte die KTM 890 fahren, doch aufgrund des Virus stehen alle Maschinen verstaubt in den Werken und Messehallen! 

Auf der ganzen Welt? Nein! Ein, von unbeugsamen KTMlern bevölkerter Händler in Wels Thalheim (KTM Braumandl) hat die KTM 890R stehen. So machten sich die Reitwagen Corona Fighters mit einer Mission auf den Weg! Wie gut ist die KTM Duke 890 R wirklich?

 

 

Händlersuche

Technische Details

Hersteller KTM
Modell 890 Duke R
Motorrad Art Naked Bike
Führerschein A
Baujahr 2020
Motor
Motortyp Flüssigkeitsgekühlt Reihen 2-Zylinder 4-Takt-Motor mit zwei obenliegenden Nockenwellen und 4 Ventilen
Zylinder 2
CCM 890 ccm
Leistung 121 ps
Leistung 89 kW
Drehmoment 99 Nm
Hub 68.8 mm
Bohrung (mm) 90.7
Kraftstoffmischung Elektronische Einspritzung
Abgasnorm Euro 5
Kraftstoffverbrauch 4.74 l
Weitere Details anzeigen
Getriebe Manuell
Kupplung Mehrscheiben im Ölbad Anti-Hopping-Kupplung
Endantrieb Kette
Bremsen & Federelemente
ABS Kurven-ABS
Lenkkopfwinkel ( ° ) 65.7
Bremse Vorne 320mm Doppelscheibenbremse mit Brembo 4-Kolben-Bremssattel
Bremse Hinten 240mm Bremsscheibe mit Brembo 1-Kolben-Bremssattel
Elektronisches Fahrwerk Nein
Fahrwerk vorne 43mm WP APEX Upside-Downgabel
Federweg vorne 140 mm
Fahrwerk hinten WP APEX Zentralfederbein
Federweg vorne (mm) 140
Federweg hinten 150 mm
Rahmen & Maße und Gewichte
Rahmenbauart pulverbeschichteter Chrom-Molybdän-Stahlrahmen
Federweg hinten (mm) 150
Gewicht 166 TG kg
Radstand (mm) 1482
Tank 14 l
Sitzhöhe 834 mm
Sozius Ja
Reifendimensionen Vorne 120/70 - 17
Reifendimensionen Hinten 180/55 - 17
Felgen Leichtmetallgussfelgen
Assistenzsysteme & Elektronik
Tankanzeige Füllstandsanzeige
Ganganzeige Ja
Temperaturanzeige Ja
Drehzahlmesser Digital
TCS Ja
Slidecontrol Nein
Anti-Wheelie-Control Ja
Sonderausstattung
Lenkungsdämpfer Ja
Quickshifter Nein
Sonderausstattung 1 LED-Scheinwerfer
Sonderausstattung 2 TFT-Display
Sonderausstattung 3 KTM My Ride
Sonderausstattung 4 4 Fahrmodi (Rain, Street, Sport, Track)
Sonderausstattung 5 Schräglagenabhängige Traktionskontrolle
Sonderausstattung 6 Motorschleppmoment-Regelung
Sonderausstattung 7 Supermoto ABS
Sonderausstattung 8 WP APEX Fahrwerk
Sonderausstattung 9 QUICKSHIFTER+ (Optional)
Sonderausstattung 10 Cruise Control
Ersteller Stephan Zettel
Preis
Neupreis AT (€) 13899 €
Neupreis DE (€) 11995 €

890 Duke R vergleichen mit

Eins vorweg: die Unterschiede zwischen KTM 790 und KTM 890 sind größer als jene von 890 und 1290. Die Einstiegsdroge ist klar 890ccm, Reihen Zwei-Zylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen. Der aufgebohrte 790er Motor liefert 121ps bei 9250 Umdrehungen und 99Nm bei 7750 Rotierungen. Top Speed liegt über 245km/h, mehr hab ich mir dann nicht getraut. Mehr Hub als bei der nicht R: 68,80mm (65,70mm) sowie mehr Bohrung: 90,70mm (88mm) und ein höheres Verdichtungsverhältnis. In Verbindung mit den neuen Pleueln, dem neuen Kolbendesign und den größeren Ventilen ist sie schlichtweg ein Drehmoment Wunder! Die neue Kurbelwelle bietet 20% mehr rotierende Masse, dies führt zu einem kultivierten Motor, selbst bei niedriger Drehzahl! Das Ride by Wire Gas ist, egal in welchem Modus (Sport, Street, Rain, Track) ist bissig und direkt. Wohl am interessantesten: der Motor läuft im Vergleich zur 790 Duke & 1290 viel ruhiger. Der Murl wurde im unteren Drehzahlbereich zudem elastischer, somit bereitet auch entspanntes Fahren, wie Stadt cruisen, eine Freude. Sound gibt es wie bei der 790 aus dem Torpedorohr. Das WP Apex Fahrwerk ist voll einstellbar, der Dämpfer hat zusätzlich einen hydraulisch einstellbaren Vorspannungsregler der Anpassungen im laufenden Einsatz möglich macht. Die Steifigkeit der Dreifachklemme wurde an den Flex der Gabel angepasst. Das liefert uns im Gesamten ein agiles Fahrwerk mit gutem Feedback. Überrascht hat uns der Komfort, sie absorbiert souverän Schlaglöcher und Bodenunebenheiten. Durch Kurven feuern wir auch bei hohen Geschwindigkeiten präzise wie auf Schienen. Der breite Lenker ermöglicht selbst in voller Schräglage noch eingreifen und kleine Korrekturen. Ausgerüstet sind wir für den Track Day und für die Landstraße. Später Bremsen ist dank den aus der Superduke stammenden BREMBO Stylema Anlage kein Problem. Feinste Dosierung, selbst vom leichten Verzögern bis zum totalen Ankerwerfen mit dem kleinen Finger, ist eine Spielerei. Bei der Kupplung gibt es einen Bautenzug, der leicht zu bedienen ist. Ganz ehrlich muss man aber sagen, wer sich den Quickshifter (€ 392,46,-) nicht dazu kauft verpasst hier etwas.

 

Sitzgeometrie sehr gut!

Der Lenker ist etwas tiefer montiert, Fußrasten sind ein bisschen höher angebracht, was sowohl eine komfortable, als auch eine sportliche Sitzhaltung ermöglicht. Durch ihre Sitzform, nach hinten hin breiter und in der Mitte sehr schmal, kommt wahrscheinlich jede/r runter. Die Duke ist beim Tank breiter, was für meine Kniehaltung (bei einer Größe von 1,80m) perfekt passt. Der Gesamteindruck: KTM’s 890er mit orangenem Rahmen, einer LED Vollausstattung und weiteren klassischen KTM Elementen zaubert einem einen Grinser ins Gesicht. An den Höcker, diese Tankform, muss ich mich optisch erst gewöhnen, aber da sind wir schon bei Jammern auf hohem Niveau. Das Trockengewicht liegt gerade einmal bei 166kg, somit leichter als Supersport- und Superbike-Maschinen und die 790 Duke. Bei den Assistenzsystemen gibt es alles was wir uns wünschen und einfach unkompliziert zum Abschalten. Die Traktionskontrolle und das ABS greifen entspannt und kaum merkbar ein. Um den Anti Wheelie Mode ausschalten zu können muss das Moperl einen Zaubertrank trinken, der uns mindestens 350 Euronenstücke kostet! Das ist mal so gar nicht Ready to Race! Um Quickshifter, Track Pack und MSR zu bekommen legen wir nochmal 736,74 Euro am Tisch. Mit einem Preis von 14.635,74 Euro trotzdem günstig, Vergleichbares gibt’s um den Preis nicht. Wer glaubt, dass die 890 nur auf der Rennstecke zuhause ist irrt. Klar ist sie eine Wettkampfwaffe, jedoch macht sie auf der Landstraße genauso Spaß. Wenn wir Asterix (Duke 890) und Obelix (Superduke) gegeneinander antreten lassen wird es richtig spannend :D

 

Aufgepasst, hier rollt wohl die beste Street KTM aller Zeiten daher! Egal ob Profi oder Nackerpatzl, jede*r kann mit der neuen 890 was anfangen!

 

Mission erfüllt! Die KTM 890R ist eine Waffe für Jedermann. Immer scharf und bereit für den nächsten Schuss! Der Zugang ist leicht und der Fahrspaß groß! Nach wenigen Metern auf ihr gewinnen wir Vertrauen und können mit dem Michelin Power Cup-Reifen anrauchen. Geringes Gewicht, viel Leistung und Drehmoment sowie ein souveränes WP Fahrwerk liefern Agilität und Fahrspaß. Wir prophezeien diesem Motorrad eine ganz große Zukunft! Seit April hat KTM Braumandl wieder geöffnet, stürmt den Laden und macht euch selbst einen Eindruck! Mutige vereinbaren jetzt gleich eine Testfahrt!

Text: TomTour

Asterix gegen Obelix

Roland Resch, Preproduction Vertragsfahrer für KTM und Kiska ist die 890 Duke R ausführlich am Red Bull Ring, der schnellsten Rennstrecke im MotoGP Zirkus, gefahren. Und zwar auch gegen die neue 180 PS starke KTM 1290 Super Duke. Obwohl er ständig mit über 200PS starken Superbikes zu tun hat, merkt man sofort, dass dem Roland Resch das Herz lacht, wenn wir auf die 890 Duke R zu sprechen kommen. „Ganz ehrlich: Sowas ist KTM noch nie gelungen. Die 890er war von Anfang an auch schon bei den ersten Vorserientests eine komplette Überraschung. Niemand von uns hat das erwartet, obwohl wir ganz am Anfang noch nicht einmal mit der vollen Leistung gefahren sind. Den riesigen Sprung, den die Entwicklung der 890er gemacht hat, sieht man mit freiem Auge kaum. Aber die Geometrie und die Fahrwerksbalance unter schnellen Rundenzeiten funktionieren echt auf hohem Supersport Niveau. Vertrauen, Response und Handling übers Vorderrad in sehr tiefen Rennschräglagen machen die Gewöhnungsphase auf der Rennstrecke extrem kurz. Viel kürzer als auf vielen Superbikes. Und da muss sich sogar die 1290er Super Duke anstrengen, dass sie mithält. Ich war fürs KTM Werks-Video nach drei, vier Kurven auf warmen Reifen sofort mit dem Ellbogen am Boden. Das dauert auf anderen Maschinen meistens deutlich länger. Das Pitching-Verhalten, also die Gewichtsverlagerungen zwischen Gas geben und Bremsen, bleibt stabil in einem irrsinnig gut einschätzbaren Rahmen. Das bringt Profis sofort gute Rundenzeiten und Hobbyfahrern extrem viel Kontrolle ohne Überforderung. Ich bin sicher: Die 890er wird auch von vielen Amateuren sehr schnell zu bewegen sein. Wenn auf der Rundstrecke professionell hart gefahren und angebremst wird, zeigt die 890er in der Brems- und Einlenkphase noch einmal eine viel hochwertigere Stabilität und Kontrollierbarkeit mit sehr starker Bremsleistung als in ihrer Klasse üblich.

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