Husqvarna 701 Vitpilen 2020

Hersteller
Cafe Racer
Art
75
PS
A2/A
Führerschein
ab 6.800 €
Gebrauchtpreis

Preisentwicklung

Preis Gebraucht

Kilometer bis Hintergrund mit bis 8.500km
Mittelwert
6.800€ - 8.775€
Kilometer bis Hintergrund mit bis 17.500km
Mittelwert
6.990€ - 8.699€
Übliche Preisspanne, von fair bis teuer. Außerhalb dieser Spanne ist der Preis für dein Motorrad nicht Norm.

Husqvarna Vitpilen 701 2020

Die Pilens sind, was sie sind. Lässige Einzylinder – eigentlich die besten – im leichtesten Fahrwerk überhaupt.

Leute, denken wir kurz nach! Stimmt, sowas gibt´s heut gar nicht mehr, nachdem die Duke 690 das zeitliche segnete. Alles wird schwerer, obwohl produktionstechnisch vieles zum leistbaren Preis vorhanden wäre. Es ist also in erster Linie ein schlaues Konzept. Macht es auch Spaß?

Die 701er: definitiv alltagstauglich und schnell. Fun pur.

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Technische Details

Allgemein
Hersteller Husqvarna
Modell Vitpilen 701 2020
Motorrad Art Cafe Racer
Baujahr 2020
Führerschein A2/A
Motor
Motortyp Flüssigkeitsgekühlter 1-Zylinder 4-Takt-Motor
Zylinder 1
CCM 692.7 CCM
Leistung 75 PS
Leistung 55 KW
Drehmoment 72 NM
Hub 80 MM
Abgasnorm Euro 5
Getriebe Manuell
Kupplung Mehrscheiben im Ölbad Anti-Hopping-Kupplung
Endantrieb Kette
Weitere Details anzeigen
Bremsen & Federelemente
ABS Ja
Bremse Vorne 320mm Bremsscheibe mit 4-Kolbenbremssattel
Bremse Hinten 240mm Bremsscheibe mit 1-Kolbenbremssattel
Elektronisches Fahrwerk Nein
Fahrwerk vorne 43mm Upside-Downgabel
Federweg vorne 135 MM
Fahrwerk hinten Zentralfederbein mit Umlenkung
Federweg hinten 135 MM
Rahmen & Maße und Gewichte
Rahmenbauart Chrom-Molybdän-Stahl-Gitterrohrrahmen
Gewicht 157 TG KG
Sozius Ja
Tank 12 L
Sitzhöhe 830 MM
Felgen Speichenfelgen
Reifendimensionen Hinten 160/60 - 17
Reifendimensionen Vorne 120/70 - 17
Assistenzsysteme & Elektronik
Tankanzeige Füllstandsanzeige
Temperaturanzeige Ja
Ganganzeige Ja
Drehzahlmesser Digital
Slidecontrol Nein
Anti-Wheelie-Control Nein
Sonderausstattung
Lenkungsdämpfer Nein
Quickshifter Ja
Sonderausstattung 1 LED-Scheinwerfer
Sonderausstattung 2 Digital-Display
Sonderausstattung 3 Ride-By-Wire System
Sonderausstattung 4 LED-Rücklicht
Preis
Neupreis AT (€) 9.999 €
Neupreis DE (€) 8.895 €
Neupreis CH (CHF) 10.723 CHF
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Frisch aus dem Geschäft zünden wir den Single

Klar, klingt alles vertraut nach Herzogin, nur die ungewohnte Sattelform und geringfügige Unterschiede bei den Sitzpositionen erinnern uns an die blau-gelbe Fahne. Wir erinnern uns auch, dass im SM-Garten desselben Adelsgeschlechts schon einmal ein ganz-anderer-Sitzbezug nach nur einer halben Saison ausgetauscht wurde (erste 701). Da kann viel schief gehen, wenn man in unbekannten Gewässern rudert. Nach 1000 Kilometern aber muss der Vitpilen sitzergonomische Brauchbarkeit attestieren.

Dabei fragt sich jeder vor dem Aufsitzen: Kann das bequem sein?

Nein, Goldwing-Couch ist es keine. Aber Hard-Enduro-Sattel auch nicht. Ob die rau ausgeführte Materialoberfläche nach Jahren auch noch so guten Halt bieten wird, werden andere feststellen müssen. Im Testzyklus passt die neue, ungewohnte Kantenpolsterform bis zum Schluss. Über den Murl gibt´s eigentlich keine Diskussion. Wir kennen ihn seit Jahren. Das Husqvarna-Mapping ist etwas anders als bei der orangen Verwandtschaft, aber das merkt man nur, wenn man jahrelang mit seiner 690er die Beziehung gepflegt hat. Trotz der angesprochenen, auf den ersten Metern ungewohnten, bissi andere Haltung, die man auf diesen Eisen einnimmt, findet man schnell die Stellen auf der futuristischen Haut, an denen man die Fuhre easy zureiten kann. Das fördert Dopamin beim Zug am Kabel. Jetzt tu ich mir ein bissl schwer. Lehne ich doch den Unsinn mit den tiefen Holmhaggerln abseits des Rings komplett ab. Wie also kann ich da objektiv über die Vitpilen schreiben? Sagen wir einmal so: Die 30mm Lenkererhöhung aus dem Aftermarket empfehle ich jedem, der im Alltag durch die Stadt muss. Im Freiland freilich merkt man davon nichts, wenn der Luftpolster (Naked!) den Druck vom Lenker nimmt. Auch das Anbremsen kann von Kilometer zu Kilometer härter vorgenommen werden, wenn man da praktisch direkt seine Masse über die Gabel in die Erde drückt. Definitiv mehr und heftigere Impulse beim Korrigieren im Scheitel sendet man aber über den Lenker in die Front, daran muss man sich gewöhnen.

Die 17-Zöller biegen bekanntlich gleich einmal ab,
wenn die Schulter nur kurz zuckt.

Fahrwerkstechnisch bleibt sonst alles, wie wir es bei der Duke 690 schätzten. Ergonomisch? Berzerk also findet die Vitpilen kommod, aber der eitet auch auf einer Dorsoduro über 100 Pässe in die Po-Ebene. Nach einer Woche Bim-Häckeln (für unsere nördlichen Nachbarn: die Wiener Straßenbahn Ärgern), Alpenvorlandwüten und Rennstrecken-Shooting sagen wir baba. Leider muss dieses unterschätzte Eisen zurück nach Vösendorf. Der mächtige Hammer mit unglaublichen Handling-Eigenschaften, fahrdynamisch absolut spitzenmäßigen Werkzeugkomponenten (Quickshifter, Anker und Kupplung präzise und kinderleicht zu bedienen) und definitiv eigenständiger Optik. Publikum? Wer „anders schön“ sagt, muss sich stellen. Im engen Winkelwerk kaum zu biegen. Nix anderes.

Lost Espandrillo

Fotos: Husqvarna

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