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Yamaha YAMT: Wenn Schalten Gefühl wird

Zusammenfassung

Yamaha bringt mit dem YAMT frischen Schwung in die Motorradwelt und setzt dabei nicht auf klassische Automatik, sondern auf ein automatisiertes Schaltgetriebe mit sportlichem Charakter. Zwei Servomotoren übernehmen das Hoch- und Runterschalten, während der Fahrer jederzeit selbst über Schaltwippen am linken Lenker eingreifen kann. Das sorgt vor allem in engen Kehren, im Stadtverkehr oder beim Pendeln für mehr Kontrolle und Ruhe am Lenker, weil die Hände nahezu permanent stabil bleiben. Gleichzeitig bleibt das Fahrgefühl emotional und dynamisch, besonders im sportlicher abgestimmten D+-Modus, der die Gänge länger ausdreht. Auch Alltagssituationen wie Stop-and-Go, langsames Rangieren oder die Winterpause zeigen, wie durchdacht das System arbeitet. Aktuell ist YAMT in der Tracer 9 GT Plus serienmäßig sowie optional in der Tracer 7, MT-09 und MT-07 erhältlich. Eine Nachrüstung ist nicht möglich, dafür bietet Yamaha Österreich auf alle YAMT-Modelle bis Ende August fünf Jahre Garantie.

Mit dem YAMT hebt Yamaha das Thema Schalten auf ein völlig neues Niveau – und sorgt gleichzeitig für Diskussionen in der Motorradszene. Der entscheidende Punkt dabei: YAMT ist keine klassische Automatik, sondern ein automatisiertes Schaltgetriebe. Zwei Servomotoren übernehmen das Hoch- und Runterschalten, der Fahrer behält jedoch jederzeit die Möglichkeit, selbst einzugreifen. Statt mit dem Fuß wird künftig mit den Händen geschaltet – über Wippen an der linken Lenkerseite. Minus nach vorne drücken, Plus antippen oder den Hebel ziehen: Das System erinnert stärker an einen modernen Sportwagen als an ein typisches Motorradkonzept. Besonders in engen Kehren, im Stadtverkehr oder in hektischen Situationen entsteht dadurch ein überraschender Vorteil. Die Hände bleiben nahezu permanent stabil am Lenker, selbst beim Schalten. Genau das vermittelt mehr Ruhe, mehr Präzision und letztlich auch mehr Kontrolle über das Motorrad. Wer zum ersten Mal auf ein YAMT-Modell steigt, braucht etwas Eingewöhnung. Doch nach kurzer Zeit verschwindet das Fremde – und das neue Fahrgefühl beginnt plötzlich vollkommen selbstverständlich zu wirken.

Ein Tastendruck zwischen Alltag und Adrenalin

Im täglichen Einsatz zeigt das System seine eigentliche Stärke. Dort, wo permanentes Kuppeln und Schalten anstrengend wird, übernimmt YAMT die Arbeit nahezu unmerklich. Gerade im Pendelverkehr oder in der Stadt entfällt die ständige Schaltarbeit, ohne dass das Motorrad seinen sportlichen Charakter verliert. Denn trotz Automatisierung bleibt jederzeit die Möglichkeit, manuell einzugreifen. Die Gangwechsel erfolgen direkt über die Finger – schnell, intuitiv und überraschend präzise. Dazu kommen verschiedene Fahrmodi wie Street, Rain oder Custom sowie die beiden Automatikprogramme D und D+. Während D auf entspanntes und frühes Schalten ausgelegt ist, hält D+ die Gänge länger und liefert ein deutlich dynamischeres Fahrerlebnis. Selbst wenn der Fahrer einmal zu früh oder zu spät schaltet, greift das System unterstützend ein. Genau darin liegt die Besonderheit von YAMT: Es nimmt nichts weg, sondern ergänzt das Fahrerlebnis intelligent. Das Motorrad bleibt emotional, direkt und sportlich – nur mit einer neuen Form von Unterstützung, die man bereits nach wenigen Kilometern nicht mehr missen möchte.

Die versteckten Vorteile

Besonders spannend wird es in den Situationen, über die kaum gesprochen wird: Winterpause, Stop-and-Go oder langsames Balancieren an der Ampel. Vor dem Einlagern sollte das Motorrad im Leerlauf abgestellt werden, damit es sich auch nach dem Ausbau der Batterie problemlos bewegen lässt. Der Neutralgang wird dabei einfach über die Schaltwippen angewählt und bleibt gespeichert. Sollte nach der Winterpause kein Gang eingelegt werden können, liegt das meist daran, dass die Zahnräder exakt übereinanderstehen – ein kurzes Vor- oder Zurückrollen genügt und das System arbeitet wieder sauber. Im langsamen Fahrbetrieb übernimmt die Hinterradbremse eine neue Schlüsselrolle. Wo sonst fein mit der Kupplung gearbeitet wird, stabilisiert nun die Bremse das Motorrad bei niedriger Geschwindigkeit. Gerade beim langsamen Heranrollen an die Ampel oder beim sogenannten Slow Race entsteht dadurch ein völlig anderes Fahrgefühl. Gleichzeitig lernt man automatisch, bewusster mit der Hinterradbremse zu arbeiten – ein Effekt, den viele Fahrer im Alltag kaum noch nutzen.

Vier Modelle, ein Gedanke

Aktuell hält YAMT Schritt für Schritt Einzug in die Yamaha-Modellpalette. In der Tracer-Familie ist das System bereits fest angekommen: Die Tracer 9 GT Plus verfügt serienmäßig darüber, bei der Tracer 7 ist es optional erhältlich. Dazu kommen die MT-09 und die MT-07, die ebenfalls mit dem automatisierten Schaltgetriebe bestellt werden können. Eine Nachrüstung ist allerdings nicht möglich – die Entscheidung für oder gegen YAMT fällt direkt beim Neukauf. Yamaha Österreich unterstreicht das Vertrauen in die Technik mit einer erweiterten Garantie von insgesamt fünf Jahren auf alle YAMT-Modelle bei Anmeldung bis zum 31.08. Gleichzeitig steht bei jedem Yamaha-Händler in Österreich mindestens ein entsprechendes Fahrzeug für Probefahrten bereit. Genau diese Probefahrt entscheidet oft über den ersten Eindruck. Die ersten Minuten wirken ungewohnt, weil die Hände plötzlich die Arbeit übernehmen, die jahrelang der linke Fuß erledigt hat. Doch genau darin steckt die Faszination dieses Systems: Nach einer gewissen Eingewöhnung fühlt sich das Schalten nicht komplizierter an – sondern moderner, direkter und erstaunlich intuitiv.

Veröffentlichungsdatum: 23.05.2026

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