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Kawasaki Ninja ZX-4R und ZX-4RR 2027 werden A2-tauglich

Zusammenfassung

Die Kawasaki Ninja ZX-4R und ZX-4RR werden ab dem Modelljahr 2027 auf 35 kW beziehungsweise 48 PS drosselbar und damit auch für den A2-Führerschein geeignet. Offen leistet der hochdrehende 399-cm³-Vierzylinder 77 PS beziehungsweise bis zu 80 PS mit Ram Air. Die besser ausgestattete ZX-4RR bietet ein einstellbares Fahrwerk und einen serienmäßigen Quickshifter. Der Marktstart in Österreich ist für Mitte bis Ende September 2026 geplant, die Preise sind noch nicht bekannt.

Kawasaki bietet die Ninja ZX-4R und Ninja ZX-4RR ab dem Modelljahr 2027 erstmals mit einer Drosselung auf 35 kW beziehungsweise 48 PS an. Damit dürfen beide Vierzylinder-Supersportler auch mit dem A2-Führerschein gefahren werden. Die neuen Modelle sollen ab Mitte bis Ende September 2026 bei den österreichischen Kawasaki-Händlern erhältlich sein.

399-cm³-Vierzylinder mit bis zu 80 PS

Das Herzstück beider Modelle bleibt der 399 cm³ große Reihenvierzylinder. In der offenen Version leistet er 57 kW beziehungsweise 77 PS. Mit Unterstützung des Ram-Air-Systems spricht Kawasaki von bis zu 80 PS. Der besondere Reiz der kleinen Ninjas liegt allerdings nicht nur in der Leistung. Der Motor dreht auf über 15.000 U/min und bietet damit ein Fahrerlebnis, das man in dieser Hubraumklasse nur noch selten findet.Technisch setzt Kawasaki unter anderem auf im Sandgussverfahren hergestellte Einlasskanäle und in zwei Bearbeitungsschritten gefertigte Auslasskanäle. Bei der Konstruktion orientierten sich die Entwickler an der deutlich größeren Ninja ZX-10R. Für Fahrer mit A2-Führerschein wird die Leistung auf 35 kW beziehungsweise 48 PS reduziert. Die Drosselung ist laut Kawasaki reversibel. Nach dem Aufstieg auf die offene Führerscheinklasse kann die Ninja somit wieder auf ihre ursprüngliche Leistung zurückgebaut werden.
Noch nicht bekannt ist, wie viel die Drosselung beziehungsweise der spätere Rückbau kosten wird.

Unterschiede zwischen Ninja ZX-4R und ZX-4RR

Beim Motor und bei der grundlegenden Elektronikausstattung gibt es keine wesentlichen Unterschiede. Die ZX-4RR richtet sich mit ihrem aufwendigeren Fahrwerk und dem serienmäßigen Quickshifter stärker an sportlich orientierte Fahrer.
Die Ninja ZX-4R besitzt vorne eine 37-mm-SFF-BP-Upside-down-Gabel mit Top-out-Federn. Hinten arbeitet ein horizontal angelenkter Gasdruckstoßdämpfer, bei dem die Federvorspannung eingestellt werden kann. Einen Quickshifter gibt es bei der ZX-4R serienmäßig nicht. Die Ninja ZX-4RR erhält ebenfalls eine 37-mm-SFF-BP-Upside-down-Gabel, bei der zusätzlich die Federvorspannung einstellbar ist. Am Heck kommt ein BFRC-lite-Gasdruckstoßdämpfer zum Einsatz. Hier lassen sich Federvorspannung sowie Druck- und Zugstufendämpfung anpassen. Zusätzlich ist die ZX-4RR serienmäßig mit dem Kawasaki Quick Shifter KQS ausgestattet. Damit kann ohne Betätigung der Kupplung hoch- und heruntergeschaltet werden. Beim Herunterschalten übernimmt eine Blipper-Funktion die Anpassung der Motordrehzahl.

Marktstart und Preise

Die A2-Freigabe ist ein sinnvoller Schritt. Bisher waren die Ninja ZX-4R und ZX-4RR wegen ihrer offenen Leistung für A2-Fahrer keine Option. Ab dem Modelljahr 2027 können nun auch junge Motorradfahrer einen echten Reihenvierzylinder mit Supersportler-Fahrwerk und einer Drehzahl von über 15.000 U/min fahren. Wer hauptsächlich auf der Straße unterwegs ist, dürfte mit der günstigeren ZX-4R bereits gut bedient sein. Für regelmäßige Rennstreckeneinsätze oder eine möglichst sportliche Abstimmung bietet die ZX-4RR mit ihrem einstellbaren Fahrwerk und dem serienmäßigen Quickshifter die interessantere Ausstattung. Entscheidend werden am Ende die noch ausstehenden Preise sein.

Veröffentlichungsdatum: 21.08.2026

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